Leihen statt kaufen. Ein Konzept der Zukunft?

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Habt ihr schon mal folgende Begriffe und Sätze gehört?

-gemeinschaftlicher Kleiderschrank

-Stil hast du, Kleider leihst du

-Kleidung im Abo

-slow and sexy

-leihen statt shoppen

-Kleidungsstücke zum Flatrate-Preis

-Bibliothek für Kleidung

-neverending Kleiderschrank.

Haben sie etwas Gemeinsames? Die Auflösung kommt!

Sie alle beschreiben das Konzept der Kleiderei. Einfach erklärt:  Kleiderei ist mit einer Bücherei zu vergleichen. Aber es wird Kleidung statt Bücher ausgeliehen.

Für einen – meiner Meinung nach – ziemlich geringen Monatsbeitrag können bis zu 4 Kleidungsstücke oder Accessoires gleichzeitig ausgeliehen werden. Diese darf man so lange, wie man möchte, – Ausnahme sind Slow Fashion Labels – behalten oder so oft, wie man will und braucht, tauschen.

Seit 2016 gibt es den ersten  und bis jetzt den einzigen in ganz Deutschland physischen Kleiderei Store in Köln. Um ihn geht es heute.

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Das Ziel meines Beitrags ist allerdings nicht die nackten Fakten über Kleiderei zu schildern, die ihr auch woanders nachlesen könnt, sondern meine persönlichen Erfahrungen mit euch zu teilen.

Was ihr vorab wissen sollt: als Erstes bin ich definitiv kein Second-Hand-Typ. Ich glaube, dass ich bis jetzt nur ein einziges Mal in einem Vintage-Laden gewesen bin und zwar nur wegen einer Freundin, die unbedingt da rein wollte. Des Weiteren ziehe ich nicht gerne Sachen von den anderen an. Außerdem liebe ich es, mir neue qualitative Sachen zu kaufen und einfach shoppen zu gehen. Sind alles Fakten, die eigentlich auf den ersten Blick gegen eine Kleiderei-Mitgliedschaft sprechen. Eigentlich.

Meine ersten Erfahrungen mit der Kleiderei Köln ergaben sich „zufällig“ und ziemlich spontan. Ich traf mich mit Lena Schröder – der Leiterin von Kölner Kleiderei Store und Modedesignerin – um ein paar Sachen bezüglich meines bald kommenden Labels (mehr Infos folgen in nächster Zeit und in den nächsten Blogbeiträgen) zu besprechen. Ratet mal, wo wir uns getroffen haben? Ganz genau, bei dem Store in Köln. Während unseres Gesprächs bot Lena mir an, das Konzept der Kleiderei für 3 Monate zu testen. Da ich es liebe, Neues zu machen, auszuprobieren und zu erleben, ließ ich mich drauf ein. Ich betrat den Laden zum ersten Mal. Es war der Moment, an dem mein Denken anfing, sich zu verändern.

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Als Erstes überzeugte mich sehr freundliches Personal und einladende und ungezwungene Atmosphäre. Als Zweites entdeckte ich, dass es sich bei der Kleidung im Store nicht um „alte, verbrauchte“ Sachen handelt – wie es in meiner Vorstellung war- sondern es waren richtig stylische, zum Teil sehr außergewöhnliche und individuelle Kleidungsstücke und Accessoires. Drittens war ich total begeistert, dass im Geschäft einige Fair Fashion Labels vertreten sind und ihre Sachen nicht nur zum Kaufen, sondern auch zum Leihen angeboten waren. Viertens war ich plötzlich in dem richtigen „Kaufrausch“, also hatte ich mein 100%-tiges Shopping-Feeling-Erlebnis, obwohl ich nichts gekauft habe.

Auf einmal fühlte ich mich wie zu Hause und verliebte mich in dieses Konzept. Das war wohl meine Lovestory mit der Kleiderei, die nach 3 Test-Monaten, nun selbstverständlich weitergeht.

Meine persönlichen Erfahrungen zusammengefasst: absolut empfehlungswert! Sehr gut gegen Massenkonsum, Fast Fashion und Langweile im Kleiderschrank.

Als ich die ersten Teile im Juli auslieh, ging es für längere Zeit nach Israel (einer, der Gründe, warum ihr so lange hier nichts von mir gehört habt). Hier sind die Outfits, die ich mit den Kleiderei-Pieces in Jerusalem getragen habe:

Die außergewöhnlichen Accessoires (Kette, Tasche, Brille) konnte ich nach meiner Reise noch auf einer Hochzeit anziehen:

Übrigens habe ich die Hingucker-Kette doch noch beim nächsten Kleiderei Besuch gekauft. Für Mitglieder gibt es Rabatte, wenn die ausgeliehenen Stücke, gekauft werden.

Wie ich bereits erwähnte, gibt es in dem Store, einige bekannte und wenig bekannte Green Fashion Labels, was mich sehr besonders erfreut. Hier sind ein paar Outfits mit den Fair Fashion Labels, wie Bleed Clothing, TDM und A Question Of (mehr gibt es in den nächsten Posts oder auf Instagram @lora_gleyzer):

Favorite Outfit mit dem Lieblingsteil von der Kleiderei kommt zum Schluss:

Bluse: Kleiderei Köln

Culotte: Emilio Pucci

Schuhe: Emilio Pucci

Da ich, wie gesagt, nach der Testphase weiterhin Mitglied bei der Kleiderei Köln geblieben bin, gibt es sicherlich noch weitere Posts dazu mit tollen und nachhaltigen Outfits. Vielleicht habt ihr eine oder andere Frage, die ich durch meinen nächsten Post beantworten kann. Meldet euch.

Ich würde euch raten, eure eigenen Erfahrungen mit der Kleiderei zu machen. Try it and you will not regret!

Kleiderei Köln
Venloer Straße 459
50825 Köln

Let´s change the world together! Let´s do it through fair fashion!

Photos: Marlena Grab

 

 


4 Gedanken zu “Leihen statt kaufen. Ein Konzept der Zukunft?

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